Die Geschichte des Progamms beginnt

1983

Auf einem CBM3032 wird ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe es möglich ist, passive, elektrische Netzwerke zu analysieren. Dazu zeichnet man auf dem Monitor (mittels Tastatur) die "Netzwerkstruktur" und gibt die Werte der Bauelemente ein. Das Programm berechnet dann die gesamten elektrischen Verhältnisse und stellt den Frequenzgang grafisch dar.

Der Computer (32 kByte Gesamtspeicher, 1 MHz Taktfrequenz) benötigt zur Berechnung der untenstehenden Schaltung für eine Kurve mit 40 Frequenzpunkten ca. 20 Minuten.

Die Fachzeitschrift "Elektronik" veröffentlicht das Programm

 

 

 

 

1989

Das Programm wird auf einem Amiga 2000 umgeschrieben. Es ähnelt in seiner Funktionalität bereits weitgehend der heutigen Version. Auch Operationsverstärker können in der Schaltung vorhanden sein.

Dem Versuch, das Programm zu vermarkten, ist nur wenig Erfolg beschieden Angeboten wurde es in der sog. KICKSTART-Spezial-Serie. Ein Grund ist sicherlich auch das Image des Amiga als "Spielmaschine". "Ernsthafte" Anwender bevorzugen den (technologisch hoffnungslos unterlegenen) 286er-PC. Computerfreaks allerdings sind von den phantastischen Möglichkeiten des Amiga begeistert

 

 

 

 

1994 - WIN-Elektronik v1.0

Auf dem PC ist mit Visual-Basic 3.0 eine Progammiersprache vorhanden, die sich zur Realisierung des Projekts unter WINDOWS bestens eignet. Die Software wird fortan unter dem Namen "WIN-Elektronik" als Shareware vertrieben und zu einem überraschenden Erfolg. Immer wieder betonen Fachzeitschriften vor allem die leichte Bedienbarkeit des Progamms.

Insbesondere in Schulen, in der Ausbildung und bei Hobby-Elektroniker ist es (nicht zuletzt wegen des günstigen Preises) beliebt.

 

 

 

1997 - WIN-Elektronik v2.x

Die Programmiersprache ‚Delphi' (von Borland) ist seit einiger Zeit auf dem Markt. Es handelt sich, im Gegensatz zu ‚Visual Basic' um einen echten Compiler. Die Performance-Unterschiede sind beträchtlich.

WIN-Elektronik wird erneut auf diese Programmiersprache umgeschrieben. Frequenzkurven, selbst von komplexen Netzwerken, können nun im Sekundenbereich berechnet u. dargestellt werden.

 

 

 

 

2001 - WIN-Elektronik v3.x


Das Programm wird erneut überarbeitet. Es können nun auch Bauteile als Parameter mit verschiedenen Werten gleichzeitig berechnet u. als Kurvenschar dargestellt werden.
Zusätzliche Funktionen: vereinfachte Eingabe durch einfaches Auswählen aus Bauteilliste, Grossbilddarstellung von Frequenzkurven, Ortskurven usw.

Die "Elektronik"-Schaltung aus dem Jahre 1983 ist als Beispiel noch immer in der Lieferung von ‚WIN-Elektronik' enthalten. Die Berechnung von 40 Frequenzpunkten dauert auf einem Pentium-III (450 MHz) jetzt noch ca. 6ms; eine Steigerung gegenüber dem Jahre 1983 um den Faktor 200.000